Rückblick

KI-Praxis-Werkstatt in Bramsche: volles Haus und die ersten Kniffe

Markus Vije und Florian Baar beim ersten Abend der KI-Praxis-Werkstatt in Bramsche

Die erste KI-Praxis-Werkstatt in Bramsche war ausgebucht: Am 5. November 2026 kamen 20 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region in die Combüse. Mehr Plätze vergeben wir bewusst nicht, damit für jede Frage genug Zeit bleibt. In der KI-Praxis-Werkstatt lernen Inhaber und Entscheider an vier Abenden, wie sie KI im eigenen Betrieb sinnvoll und sicher einsetzen. Ohne Theorie-Marathon, dafür mit vielen Kniffen, die sich am nächsten Tag direkt ausprobieren lassen.

Ein bunter Mix mit erstaunlich ähnlichen Fragen

Die Runde hätte gemischter kaum sein können: vom Bäcker über den Elektriker bis zum Bestatter, dazu Bauträger, Verwerter und ein Errichter von Windanlagen. Bei der Bestandsaufnahme zeigte sich schnell, wie ähnlich die Herausforderungen trotzdem sind. Fast alle kämpfen mit Aufgaben, die wenig mit dem eigentlichen Kerngeschäft zu tun haben, und suchen nach Wegen, sich genau dort zu entlasten.

Teilnehmende der KI-Praxis-Werkstatt an ihren Tischen in der Combüse
Vom Bäcker bis zum Windanlagen-Errichter: eine bunt gemischte Runde.

Worum es am ersten Abend ging

Markus Vije und Florian Baar haben zu zweit durch den Abend geführt. Zuerst ging es um die Frage, wo der Mittelstand beim Thema KI heute steht. Danach haben wir gemeinsam angeschaut, wie KI eigentlich arbeitet: Was passiert, wenn man eine Frage eintippt, und wo landen dabei die Daten? Ohne Fachchinesisch, dafür mit vielen Vergleichen aus dem Alltag. Genau das ist der Kniff an der KI-Praxis-Werkstatt: erst verstehen, dann einsetzen.

Florian Baar erklärt an der Leinwand, wo KI in Microsoft 365 arbeitet
Florian Baar zeigt, wo KI eigentlich arbeitet und wo die Daten bleiben.

Der Aha-Moment: Viel KI läuft unter dem Radar

Für viele überraschend war ein Blick auf die Zahlen. In kleinen Betrieben nutzt rund jeder dritte Beschäftigte, der KI im Job einsetzt, Werkzeuge, die das Unternehmen gar nicht bereitstellt (IW Köln, 2026). Oft sind das kostenlose Programme ohne Schutz für Firmen- und Kundendaten, weil es im Betrieb keine Lizenzen gibt.

Nach einer kurzen Einordnung war das Meinungsbild im Raum eindeutig: Alle Teilnehmenden sahen diese sogenannte Schatten-KI sehr kritisch. Deshalb gehört zur KI-Praxis-Werkstatt auch eine Vorlage für eine eigene KI-Richtlinie, die jeder Betrieb an seine Regeln anpassen kann.

Der Lacher des Abends: Prompten wie Döner bestellen

Der Kniff des Abends

„KI bedienen ist wie Döner bestellen.“

Wer nur „einen Döner“ bestellt, bekommt irgendeinen. Wer genau sagt, was rein soll und was nicht, bekommt den Döner, den er wollte. Beim Prompten ist es dasselbe: Je klarer die Bestellung, desto besser das Ergebnis. Ein einfacher Kniff, der für Lacher sorgte und die Gruppe durch die ganze Werkstatt begleiten wird.

Florian Baar erklärt KI mit einem Vergleich aus dem Restaurant
Vergleiche aus dem Alltag machen KI greifbar.

Die Pinwand: Wo der Schuh drückt

Zum Abschluss hat jede und jeder auf Karten notiert, welche Aufgaben im Alltag am meisten Zeit kosten. 34 Karten kamen zusammen. Ganz vorne lagen Aufmaß und Dokumentation auf der Baustelle. Dicht dahinter folgte der Wunsch nach Entlastung im Büro, auf einer Karte schön auf den Punkt gebracht als „Chaosbewältiger“. Auch Rechnungskontrolle und das Erstellen von Angeboten tauchten immer wieder auf.

Ein Teilnehmer hängt seine Karte an die Pinwand der KI-Praxis-Werkstatt
Jede Karte ein echter Zeitfresser aus dem Betrieb.
Nahaufnahme der Pinwand mit handgeschriebenen Karten zu Angeboten und Dokumenten
Angebote, Dokumente, Datenblätter: die Karten im Detail.

Diese Karten sind der Fahrplan für die weiteren Abende der KI-Praxis-Werkstatt. Für genau diese Zeitfresser sucht die Gruppe gemeinsam die passenden Kniffe, an eigenen Themen aus dem Betriebsalltag und nicht an Lehrbuchbeispielen.

Schnittchen, Currywurst und gute Gespräche

Zwischendurch gab es Schnittchen und Currywurst. Die Pause wurde rege genutzt: Viele kannten sich vorher nicht und haben schnell gemerkt, dass der Nachbar am Tisch vor denselben Fragen steht. Die Stimmung war den ganzen Abend über bestens, und die Gruppe ist hochmotiviert.

Platte mit belegten Schnittchen für die Pause
Stärkung für die Pause.
Currywurst im Warmhaltetopf
Ohne Currywurst geht es nicht.

Wie es in der KI-Praxis-Werkstatt weitergeht

Am zweiten Abend geht es um den richtigen Prompt: Die Döner-Bestellung wird praktisch geübt, und alle arbeiten am eigenen Gerät. Danach folgt ein Abend zu Microsoft Copilot in Microsoft 365, zum Abschluss geht es um die persönliche KI-Assistenz.

Ein herzliches Dankeschön an unsere Teilnehmenden für den offenen Austausch und die gute Laune. Wir freuen uns auf die nächsten Abende mit dieser Runde!

Selbst bei der KI-Praxis-Werkstatt dabei sein?

Diese Abendgruppe ist ausgebucht. Weitere KI-Praxis-Werkstätten sind bereits geplant, im kommenden Jahr mehrmals und abwechselnd vormittags und abends. Alle Infos und die nächsten Termine finden Sie auf der Seite zur KI-Praxis-Werkstatt, einen Überblick über alle Formate unter Angebote. Wer vorab schon ein paar Kniffe sammeln möchte, findet laufend neue Beiträge im Bereich Wissen.

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